>Muddy Waters: "Rollin’ Stone"


>Muddy Waters, der Vater des Chicago Blues, zaehlt zu den einflussreichsten Kuenstlern des 20. Jahrhunderts. Als McKinley Morganfield wurde er 1913 in Mississippi geboren; als Muddy Waters, bedeutendster Bluesmusiker, ging er in die Musikgeschichte ein. (Weil er als Kind so gerne im Schlamm (mud) spielte, wurde er “Muddy” genannt. Diesem “Vornamen” fuegte er selbst das “Waters” (Gewaesser) hinzu — und fertig war der Kuenstlername.)

Er begann seine Laufbahn auf der Mundharmonika, sattelte aber mit 17 Jahren auf die Gitarre um. (Sein Onkel schenkte ihm 1946 die erste elektrische Gitarre.) 1943 zog er nach Chicago, wo er nach einer Reihe erfolgloser Studioaufnahmen (die z. T. unveroeffentlicht blieben), mit Rolling Stone endlich den Durchbruch erreichte. Weitere Hits folgten, und waehrend den 50ern beherrschte Muddy die Bluesszene in Chicago. Den Hoehpunkt seiner Karriere hatte er 1954 erreicht. 
Muddy’s Stil war im wesentlichen Delta Blues auf der elektrischen Gitarre gespielt. Durch den Einsatz von sogenannten “microtones” in Gesang und auf der Slide Gitarre setzte er dem Blues jedoch seinen unverkennbaren Stempel auf. Sein Stil gilt als auesserst kompliziert und nur schwer zu kopieren und sein musikalischer Einfluss reicht weit ueber die Welt des Blues hinaus. Genres von Jazz bis Rock sind von seinem Stil gepraegt. Eric Clapton, Jimi Hendrix, Cream. Humble Pie, Bob Dylan u.v.a. spielten seine Songs. Die Rolling Stones benannten sich (man ahnt es schon) nach Muddy’s erstem Hit, Rolling Stone. Martin Scorcese, der beruehmte Filmregisseur, zaehlte zu seinen Fans und spielte Muddy’s Musik in seinen Filmen ein. 
Muddy Waters starb 1983 in Westmont, Illinois. Die Stadt taufte zwei Jahre nach seinem Tod den Teil der 43rd Street in der Naehe seines Wohnsitzes “Honorary Muddy Waters Drive” und benannte einen Park nach ihm. Sein Geburtsstaat Mississippi errichtete eine Gedenkstaette am Mississippi Blues Trail in Clarksdale fuer ihn. Zu Lebzeiten erhielt der Kuenstler zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. 
Rollin’ Stone (auch Catfish Blues genannt) live Aufnahme, 1960 in Newport

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