>Guitar Slim: Der Bad Boy des Blues


>Glaubt man den Artikeln ueber Guitar Slim, so muessen seine Auftritte spektakulaer gewesen sein. Seine Buehnenkostueme duerften an Prunk, Farbenpracht und Lebhaftigkeit kaum zu uebertreffen gewesen sein. In einem Artikel von Greg Johnson heisst es z. B. der Kuenstler habe speziell angefertigte Kostueme in grellen Farben getragen. Zusaetzlich war sein Haar passend zur Schuhfarbe gefaerb! (Der Mann hatte Stil.) 

Seine Auftritte wurden im wahrsten Sinne des Wortes zum Erlebnis, wenn er z.B. auf den Schultern eines Assistenten ritt, der eigens dafuer eingestellt war das 350 ft lange Gitarrenkabel wie eine Schleppe hinter dem Musiker herzutragen. Slim liebte seine Ausfluege von der Buehne ins Publikum. Gelegentlich dehnte er dies Exkursionen auch etwas aus — bis auf die Strasse z. B.  Bei diesen “Strassenauftritten war es “nicht unueblich fuer ihn, den Srassenverkehr zum Stillstand zu bringen,” schreibt Johnson. 

Dieser exzentrische Mensch wurde als Eddie Jones 1926 in Greenwood, Mississippi geboren. Mit 5 Jahren verlor er die Mutter. Danach lebte er bei seiner Grossmutter auf einer plantation, wo er Baumwolle pflueckte und  Felder pfluegte. 
Seine musikalische Laufbahn begann in den Jukejoints, wo er sich mit den Bands anfreundete und schliesslich mit ihnen als Saenger und Taenzer auftrat. Willie Warren, einer der Bandleader, brachte Eddie auf den Geschmack Gitarre zu spielen. Seine Lieblingsgitarristen waren T-Bone Walker und Clarence Gatemouth Brown. 
1950 zog er nach New Orleans, wo er den Kuenstlernamen Guitar Slim annahm. Hier begann er mit neuen Klangeffekten zu experimentieren. Die gut eine Dekade spaeter von Jimi Hendrix beruehmt gemachten Ton-Verzerrungen hatte Guitar Slim schon in den Fuenfzigern ausprobiert.
Nach einer Reihe erfolgloser Aufnahmen gelang ihm 1953 mit The Things That I Used To Do ein Treffer. (Ray Charles ist als special guest am Piano zu hoeren!) Dieser Erfolg bescherte Slim triumphale Auftritte im Apollo Theatre in New York, die von keinem der damaligen Kuenstlern ueberboten werden konnten: Slim trat 7 Tage vor total ausverkauftem Haus auf!
Guitar Slim starb 1959  32-jaehrig an den Folgen seines Alkoholismus. Das die Titel seiner letzten Aufnahmen gerade If I Had My Life To Live Over (B-Seite: When There’s No Way Out) heissenist fast schon ironisch.
Obwohl es an Artikeln ueber Guitar Slim nicht mangelt, fand ich nur wenige Bilder von ihm. Eine Filmaufnahme fand ich nicht.
The Things That I Used To Do mp3  (Um 2:03 und 2:39 erinnert sein Spiel sehr an Jimi H.)

One response to “>Guitar Slim: Der Bad Boy des Blues

  1. >D/l time limit ist abgelaufen; Titel ist aber noch auf Anfrage erhaeltlich (e-mail in meinem Profil oder Kommentarbox benutzen).

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