>Big Bill Broonzys Blues: "Hey! Hey!", "Too Too Train"


>Big Bill Broonzy ist bekannt fuer sein
umfassendes Repertoire, das vom
raffinierten Urban Blues ueber Country Blues bis zur Folk- und Gospelmusik reicht. (An Bluestiteln alleine hat er mehr als 260 Aufnahmen vorzuweisen.) Seine Vorliebe galt aber dem Folk Blues, der es ihm erlaubte sein erzaehlerisches Talent einzusetzen.

Big Bills lange Karriere begann in den 20er Jahren mit traditionellem Folk- und Country Blues, den er ueberwiegend vor farbigem Publikum spielte. In den folgenden zwei Jahrzehnten entwickelte sich sein Stil jedoch weg vom diesem unkomplizierten Stil, hin zum anspruchsvolleren Urban Blues, der mehr dem Geschmack eines weissen Publikums entsprach.
In den 50er Jahren, als der Chicago Blues die Szene zu beherrschen begann, kehrte der Musiker jedoch wieder zu seinen musikalischen Wurzeln zurueck. Schnell entwickelte er sich zu einer der Leitfiguren in der wieder aufbluehenden amerikanischen Folkmusik. Zur gleichen Zeit hatte Europa den Blues entdeckt, und Big Bills Auftritte dort machten ihn zum internationalen Star.

Wann William Lee Conley Broonzy tatsaechlich geboren ist, steht nicht fest. Er selbst gibt sein Geburtsdatum als 26. Juni 1893 an. Und sein Geburtsort duerfte in Scott County, Mississippi gewesen sein. Eins steht fest, er kam als eines von 17 Kindern zur Welt, und die Eltern waren noch in die Sklaverei geboren.
Bills Kindheit war kurz und von harter Sharecropper-Arbeit gepraegt, denn er musste zum Lebensunterhalt der grossen Familie beitragen. Mit 14 begann er Fiedel zu spielen und trat fuer ein Trinkgeld bei Tanzveranstaltungen und sog. fish fries (Picnics) auf. Von 1912 bis 1917 arbeitete er zudem als Prediger und Violinist.
Nach dem Kriegsdienst im 1. Weltkrieg entschloss er sich Gitarrist und Saenger zu werden. Auf keinen Fall wollte er wieder in der Landwirtschaft arbeiten. Der Gedanke dem Suedstaaten-Rassismus den Ruecken zu kehren tat sein uebriges, und so zog Bill 1924 nach Chicago. Bis er dort als Musiker Fuss fassen konnte, arbeitete er als Gebaeudereiniger und Hausmeister.
Im Dezember 1938 trat er zum ersten Mal als “Big Bill” vor einem weissen Publikum (in der Carnegie Hall in New York) auf. Das Engagement verdankte er dem traurigen Umstand, dass der urspruenglich vorgesehene Musiker, Robert Johnson, vier Monate zuvor in Mississippi ermordet worden war. Sein Auftritt war ein Erfolg, und der Durchbruch vom Chicago Bluesmusiker zur nationalen Beruehmtheit war geschafft.
Seine Europatourneen in den 50ern brachten im schliesslich internationale Beruehmtheit — und eine Freiheit, die ihm als Farbigen in Amerika verwehrt war. In den Niederlanden lernte er Pim van Isveldt kennen und aus der Verbindung ging ein Sohn, Michael, hervor.
Als einer der ersten Bluesmusiker veroeffentlichte Big Bill Broonzy 1955 seine Biographie: Big Bill Blues.
Am 18. August 1958 starb Big Bill Broonzy in Chicago an Kehlkopfkrebs.

Eine gute Kurz- Uebersicht ueber Big Bills Leben findet sich auf Ian McKenzies Webpage.

Hey! Hey! Beeindruckend, wie Big Bill Gitarre spielt! Ausserdem besitzt er auch eine angenehme Stimme.

Too Too Train

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